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Vieles ist gleich wie an jeder anderen Schule auch - einiges ist aber ganz anders

Epochenunterricht
Damit sich das Kind in ein Fach richtig einleben kann, benötigt es genügend Zeit. Diese bietet ihm der Epochenunterricht, in dem ein Stoffgebiet durch längere Zeit jeden Morgen während zwei Stunden behandelt wird. Die Unterrichtsepochen der ersten Klassen befassen sich mit Formenzeichnen, sinnigen Erzählungen aus Natur und Jahreszeiten sowie Umwelt und Heimat des Kindes. Schreiben, Lesen und Rechnen wechseln so ab, wie man es den Kindern abspürt. Die drei bis vier Wochen dauernden Hauptunterrichtsepochen spezialisieren und differenzieren sich später mehr. Am Ende einer Unterrichtsepoche werden die behandelten Inhalte "vergessen", sinken ins Unterbewusstsein, wo sie weiterwirken. Mit jeder neuen Epoche keimen mit dem Erinnern auch neue Fähigkeiten auf, entsteht eine neue Chance, "einzusteigen", sich einem Thema, einem Fachgebiet zu öffnen und die bestehenden Zusammenhänge zu erfassen.  

Bewegtes Klassenzimmer
Die Kinder sitzen anstatt an den traditionellen Schulbänken auf Kissen oder einer Bank, welche auch als Arbeitsunterlage, Schwebebalken, Bauelement oder als Rutschbahn verwendet werden kann. Die Bänke können leicht gestapelt werden, wenn der Raum für andere Unterrichtsaktivitäten gebraucht wird. Dadurch entsteht Bewegung und Raum für das spielerische Erüben und Festigen von fein- und grobmotorischen Fähigkeiten, welche erwiesenermassen die leibliche Grundlage für die Ausbildung von Sprach- und Rechenfertigkeiten bilden. Die Bewegung soll auch den sozialen Raum der Klasse erfassen, indem durch das vermehrte Einbeziehen von Elementen wie Theater, Rollenspiel oder auch Klassengespräch bewusst an den Beziehungen und den Umfangsformen innerhalb der Klasse gearbeitet werden kann.
Mit dem "bewegten Klassenzimmer" kann während den ersten Schuljahren eine aktive Sinnesschulung, die Bewegungskompetenzen sowie ein soziales Lernen gefördert werden.

Integrativer Unterricht
Jedes Kind ist einmalig. Jedes hat seinen eigenen Lebensrhythmus, seine individuellen Begabungen und Eigenschaften. An der Rudolf Steiner Schule gelten sie alle gleich viel. Es gibt keine getrennten Klassenzüge und keine Relegation wegen mangelhafter Leistung. Die Lehrer sind aufgefordert, Klassen mit unterschiedlichen Leistungsniveaus zusammenzuhalten. Die Kinder können dabei Toleranz und Solidarität üben.

Eurythmie

Eurythmie ist eine Bewegungskunst, die von Rudolf Steiner begründet worden ist. Im Gegensatz zur Gymnastik, die mit den physikalischen Kräften der Schwere und Leichte arbeitet, versucht die Eurythmie durch die Körperbewegung die Gesetzmässigkeit von Sprache und Musik im seelischen Erleben zu gestalten.

Eine Broschüre versucht Antworten auf viele Fragen zur Eurythmie zu geben.

Zertifizierte Schule
Pünktlich zum 30-jährigen Bestehen der Rudolf Steiner-Schule Schaffhausen wurde die Zertifizierung der Schule abgeschlossen und damit das Qualitätsmanagement der Institution gewürdigt.
Mit der Zertifizierung durch die Firma Confidentia wurde aufgrund einer externen Begutachtung (Audit) bestätigt, dass die Rudolf Steiner-Schule Schaffhausen durch angemessene Verfahren ihre Qualität nachhaltig sicherstellt. Dazu befragten die Gutachter Schulleitung, Lehrerinnen und Lehrer, Vertreter der Arbeits- und Mandatsgruppen, den Vorstand des Schulvereins und Eltern sowie Schülerinnen und Schüler. Der umfassende Bericht hält Ergebnisse, Schlussfolgerungen und Empfehlungen zur weiteren Verbesserung und Entwicklung der Schule fest. Ein solches Audit ist für die Beteiligten nicht nur eine Pflichtübung. Die Spiegelung von aussen "tut gut": Sie hilft zu sehen, was bereits alles geleistet wird, und bietet wertvolle Hinweise auf Verbesserungsmöglichkeiten.